Hochzeitsmandeln als Gastgeschenke

In Italien, Griechenland und im mittleren Osten sind Hochzeitsmandeln kaum mehr wegzudenken. Aber auch in andere Länder hält dieser süße Brauch mittlerweile  Einzug - so auch in Deutschland.

Hochzeitsmandeln verpackt

 

Gastgeschenke sind seit vielen Jahrhunderten ein fester Bestandteil einer jeden Hochzeit. Die Anfänge sind beim wohlsituierten europäischen Adel zu finden, der es sich leisten konnte, jedem seiner Hochzeitsgäste ein solches Geschenk zu machen.

Traditioneller Brauch in vielen Ländern

Die Tradition von Hochzeitsmandeln als Gastgeschenk auf Hochzeiten ist sogar noch älter. Bereits im Alten Rom wurden sie als Gastgeschenk auf Hochzeiten verwendet. Da Zucker noch nicht bekannt war, wurden die Mandeln mit Honig gesüßt. Die bis heute verwendete Zuckerglasur wurde erst im dreizehnten Jahrhundert erfunden. Neben Mandeln wurden auch Trockenfrüchte, Haselnüsse und Pinienkerne verwendet.

Die Symbolik und Ihre Bedeutung

Was aber symbolisieren Hochzeitsmandeln und welche Bedeutung haben sie als Gastgeschenk auf einer Hochzeit? Jeder Gast erhält fünf Hochzeitsmandeln. Da die Zahl fünf nicht geteilt werden kann, symbolisiert diese die Zusammengehörigkeit des Brautpaars, dem man wünscht, dass es alles miteinander teilen und sich nicht trennen möge. Der bittersüße Geschmack der Mandeln repräsentiert das Versprechen „in guten wie in schlechten Zeiten“ und die Umhüllung aus farbigem Zuckerguss soll dem Brautpaar die Ehe versüßen. Darüber hinaus besitzen die Mandeln Symbolkraft und stehen für langes Leben, Gesundheit, Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit.  Verpackt werden die kleinen Köstlichkeiten meist in transparenten Tüll-Säckchen oder kleinen Schächtelchen aus Papier, Stroh, Metall oder Zuckerwerk. Früher waren Hochzeitsmandeln mit weißem Zuckerguss ummantelt, doch heute kann die Braut zwischen vielen Farben wählen und auf die restliche Hochzeitsdekoration abstimmen. Oftmals sind die Hochzeitsmandeln auch Teil der Tischdekoration.